Definition Non-fungible Token (NFT) Was ist NFT?

Autor / Redakteur: Chrissikraus / Peter Schmitz

Ein Non-fungible Token (kurz NFT) ist ein Token, das fest an einen einzigartigen Gegenwert geknüpft ist. Es kann also nicht wie ein Token einer Kryptowährung gegen eine beliebige Leistung eingetauscht werden, sondern gilt nur für einen individuell festgelegten Gegenwert, z. B. für ein digitales Kunstwerk. Ein Non-fungible Token kann man sich daher auch als eine Art digitalen Eigentumsnachweis vorstellen

NFT ist ein spezielles, einzigartiges Blockchain-Token, mit dem das Eigentum an einer Sache nachgewiesen werden kann.
NFT ist ein spezielles, einzigartiges Blockchain-Token, mit dem das Eigentum an einer Sache nachgewiesen werden kann.
(© phive2015 - stock.adobe.com)

Ein Non-fungible Token (NFT) ist ein spezielles Token auf einer Blockchain, mit dem das Eigentum an einer Sache nachgewiesen werden kann. Man kann sich NFTs wie eine digitale Repräsentation eines Vermögenswerts vorstellen, welche aber nicht gehandelt werden kann. Ein Non-fungible Token kann also nicht wie andere Token frei als Zahlungsmittel genutzt werden, sondern dient einzig als Eigentumsnachweis an einer bestimmten Sache. Jedes Non-fungible Token hat damit indirekt einen individuellen Wert, der von der damit verknüpften Sache abhängt.

Begriffsklärung: fungibel und nicht fungibel

Wenn etwas fungibel ist, handelt es sich um ein Asset, das 1:1 gegen andere Assets der gleichen Art, Menge und Güte ausgetauscht werden kann. Der Wert einer Einheit bleibt immer identisch. Ein Gramm Gold kann gegen ein anderes Gramm Gold getauscht werden und ein 5-Euro-Schein kann gegen einen anderen 5-Euro-Schein getauscht werden. Viele unterschiedliche Güter können fungibel sein, wenn sie einen rein materiellen Wert haben. Man könnte z. B. einen Sack Pfeffer gegen einen anderen Sack Pfeffer gleicher Art, Güte und Menge tauschen, ohne dabei Gewinn oder Verlust zu machen. Man kann auch vereinfacht sagen: Wenn ein Wert fungibel ist, ist er gleichwertig untereinander austauschbar.

Nicht fungibel bedeutet demnach, dass der Wert nicht mit anderen Werten seiner Art austauschbar ist. Er ist in der gleichen Art einzigartig, wie ein Objekt von historischer oder künstlerischer Bedeutung einzigartig ist. Selbst wenn man eine historische Porzellanfigur mit einer zweiten Figur aus der gleichen limitierten Serie austauscht, handelt es sich dennoch um zwei unterschiedliche Objekte mit jeweils eigener Provenienz. Jedes Objekt existiert genau einmal. Es kann im Austausch für einen fungiblen Wert (z. B. Geld) gehandelt werden, aber bei Verlust oder Zerstörung nicht durch ein vergleichbares Objekt oder mit einem Gegenwert ersetzt werden. Der Eigentümer kann eindeutig dem individuellen Objekt zugeordnet werden.

Non-fungible Token als digitaler Besitznachweis

Ein Non-fungible Token repräsentiert das Eigentum an einer Sache. Ähnlich wie bei einem Auto der Fahrzeugbrief das Eigentum nachweist, tut das ein NFT ebenso für die damit verknüpfte Sache. Wichtig dabei ist, dass NFTs nicht zwangsläufig auf digitale Güter beschränkt sein müssen. Es muss sich lediglich um eine nicht fungible besitzbare Sache handeln, auf die man berechtigterweise einen alleinigen Anspruch erheben kann. Mit dem Token kann man dann zweifelsfrei nachweisen, dass man diese Sache besitzt. Niemand sonst kann Anspruch auf diese individuelle Sache erheben.

Beispiele für NFTs

NFTs können also für die unterschiedlichsten nicht fungiblen Güter angeboten werden.

Digitale Kunst

Sie werden z. B. für den Handel mit digitalen Kunstwerken verwendet. So wurde am 11.03.2021 ein NFT für das Werk "Everydays: The first 5000 days´´ von Mike Winkelmann für etwa 69,3 Millionen US-Dollar verkauft. Es handelt sich um ein digitales Kunstwerk, das theoretisch beliebig oft kopiert werden kann - aber nur ein Mensch hat mit dem NFT das Recht erworben, sich Eigentümer nennen zu dürfen.

Virtuelle Sammelobjekte

Online werden immer wieder NFTs für digitale Sammelobjekte angeboten. Es gibt z. B. Auktionen für digitale Baseballkarten. Auch andere digitale Güter wurden bereits mit NFTs verkauft. So bot Jack Dorsey, der Gründer von Twitter, z. B. seinen ersten Tweet zum Kauf. Auch Videos, Musik und digitale Assets für Videospiele können per NFT den Eigentümer wechseln.

(ID:47372481)