Suchen

Definition Federated Byzantine Agreement (BFA) Was ist Federated Byzantine Agreement?

Autor / Redakteur: Chrissikraus / Peter Schmitz

Federated Byzantine Agreement ist ein Konsensmechanismus, welcher die Vorteile der Practical Byzantine Fault Tolerance nutzt, das System aber offener gestaltet und um neue Aspekte ergänzt. Genauer baut der Ansatz auf dem gegenseitigen Vertrauen der Teilnehmer auf: Zur Validierung berechtigte Knoten führen voneinander unabhängige Listen mit denjenigen Knoten, welche sie für zuverlässig halten.

Federated Byzantine Agreement (FBA) ist eine optimierte Variante des Konsensmechanismus Practical Byzantine Fault Tolerance (PBFT).
Federated Byzantine Agreement (FBA) ist eine optimierte Variante des Konsensmechanismus Practical Byzantine Fault Tolerance (PBFT).
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Federated Byzantine Agreement (FBA) ist eine Abwandlung des Konsensmechanismus Practical Byzantine Fault Tolerance (PBFT). Der variierte Konsensmechanismus soll einige Aspekte von PBFT optimieren und erfordert z. B. nicht, dass eine zentrale Liste mit den Identitäten derjenigen Netzwerkteilnehmer gepflegt wird, welche für die Validierung zuständig sind. Das System versucht stattdessen, die Konsensfindung dezentraler zu gestalten und somit auch die Angreifbarkeit zu erschweren.

Keine zentrale Liste für Identitäten

PBTF gewinnt einen großen Teil seiner Zuverlässigkeit daraus, dass die validierenden Teilnehmer in einer zentralen Liste mit einer realen Identität verknüpft werden und somit zu seriösem Handeln animiert werden. FBA hingegen arbeitet ohne eine solche zentrale Anlaufstelle. Stattdessen baut das System darauf auf, dass einzelne Validierer für sich entscheiden, welche anderen Knoten sie für vertrauenswürdig halten. Jeder Teilnehmer, der als Validierer arbeitet, führt also seine eigene Liste mit vertrauenswürdigen Personen. Diese einzelnen Listen werden dann herangezogen und zu einer großen Liste zusammengeführt. Somit ist das System weniger aufwendig zu verwalten und erleichtert neuen Validieren den Einstieg - vorausgesetzt diese finden einen Teilnehmer aus dem Netzwerk, welcher sie auf seine Liste mit vertrauenswürdigen Personen setzen möchte. Es entsteht eine dezentralere Struktur als z. B. beim PBTF. Zudem ist es jederzeit problemlos möglich, dass sich einzelne Validierer eigenständig aus dem Netzwerk zurückziehen können.

Eine besondere Eigenschaft von FBA ist, dass das System ausgesprochen schwer manipulierbar ist. Denn auch wenn das System offen für neue Teilnehmer ist, können diese nur dann Macht gewinnen, wenn sie von anderen validierungsberechtigten Teilnehmern auf deren Listen aufgenommen werden. Es würde einen unverhältnismäßig hohen Aufwand bedeuten, solche Systeme zu manipulieren.

FBA und PBFT im Vergleich

Im direkten Vergleich mit PBTF ergeben sich einige Vor- und Nachteile am Federated Byzantine Agreement. Ein großer Vorteil ist, dass nicht mehr aktiv eine Liste mit den Identitäten der Teilnehmer aus dem Netzwerk gepflegt werden muss. Das bedeutet weniger Aufwand für die Verantwortlichen des Netzwerks. Um dennoch die hohe Integrität des Netzwerks zu gewähren, wird jedoch mit aufwendigeren Algorithmen gearbeitet, die insgesamt zu einer höheren Latenz bei der Nachrichtenübermittlung und zu einer etwas niedrigeren Performance des Konsensmechanismus führt.

(ID:46756004)