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Wichtige Weichenstellung

Verbände begrüßen Blockchain-Strategie

| Autor/ Redakteur: Martin Hensel / Peter Schmitz

Der eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. und der Digitalverband Bitkom sehen die Blockchain-Strategie der Bundesregierung als einen wichtigen Schritt hin zu einer rechtssicheren und zukunftsträchtigen Basistechnologie.

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Sowohl eco als auch Bitkom sehen die Blockchain-Strategie der Bundesregierung als einen wichtigen Schritt für die Zukunft.
Sowohl eco als auch Bitkom sehen die Blockchain-Strategie der Bundesregierung als einen wichtigen Schritt für die Zukunft.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Mit ihrer umfassenden Blockchain-Strategie will sich die Bundesregierung auf europäischer und internationaler Ebene für einen angemessenen Regulierungsrahmen rund um Kryptowährungen und Token engagieren. Das Vorhaben wurde vor wenigen Tagen im Bundeskabinett verabschiedet.

„Der erste Hype um die Blockchain-Technologie hat sich gelegt. Doch er wird erfreulicherweise nicht von Ernüchterung abgelöst, sondern von immer mehr praxistauglichen Anwendungen in unterschiedliche Sektoren, von denen Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig profitieren können. Die Blockchain bleibt eine Basistechnologie der Zukunft, das hat auch die Bundesregierung erkannt“, fasst Vorstandvorsitzender Oliver J. Süme die Einschätzung des eco-Verbands zusammen.

„Die Blockchain hat das Potenzial, bisher gängige Verfahren völlig auf den Kopf zu stellen und ganze Branchen grundlegend zu verändern. Es gilt jetzt, die in der Blockchain-Strategie angekündigten Maßnahmen rasch umzusetzen“, schließt sich Bitkom-Präsident Achim Berg an.

Zahlreiche Pläne für die Zukunft

Die Strategie sieht insbesondere für den Finanzsektor zeitnahe gesetzliche Regelungen vor, die für mehr Rechtssicherheit sorgen sollen. In anderen Bereichen wie etwa Energiewirtschaft oder Smart Contracts sollen ein Handlungsrahmen abgesteckt und weitere Schritte geprüft werden. Die Förderung sicherer Algorithmen soll zudem die Sicherheit von Blockchain-Anwendungen erhöhen.

Auch im Segment der digitalen Identitäten will die Bundesregierung international eine führende Rolle übernehmen. Beispielsweise soll sich der elektronische Personalausweis einfacher als bislang für Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen lassen. Davon erhofft sich die Regierung auch einen Schub für die Digitalisierung der Verwaltung.

Nicht zu lange zögern

„Unternehmen benötigen Rechtssicherheit, um die Technologien sicher einsetzen zu können. Die Blockchain-Strategie der Bundesregierung liefert hierzu einen wichtigen Beitrag“, ist sich Oliver Süme sicher. Der Verband hat selbst einen kostenlosen Leitfaden für mittelständische Unternehmen parat, die im eigenen Betrieb Blockchain-Projekte umsetzen wollen.

Der Bitkom fordert zudem zügiges Vorgehen und die Bereitstellung finanzieller Mittel für Grundlagenforschung und konkrete Forschungsprojekte. „Bei einer jungen Technologie wie Blockchain ist Zeit ein entscheidender Faktor. Wir dürfen uns nicht mehr lange beim Prüfen und Untersuchen aufhalten, sondern müssen so schnell wie möglich Know-how aufbauen und vertiefen – und dann in neue Produkte und Lösungen übersetzen“, so Achim Berg. Auch beim Bitkom gibt es mit dem kostenlosen Leitfaden „Evaluierung und Implementierung von Blockchain Use Cases“ Unterstützung für interessierte Unternehmen.

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