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Blockchain-Protokoll für digitale Verträge mit Ethereum Smart Contracts mit OpenLaw in rechtliche Vereinbarungen integrieren

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Peter Schmitz

OpenLaw ist ein Blockchain-basiertes Protokoll, mit dem sich rechtliche Vereinbarungen auch digital unterschreiben lassen. Viele Experten sprechen auch von der nächsten Generation der Smart Contracts , die eine wesentliche Rolle in Blockchains spielen.

(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

OpenLaw hat sich darauf spezialisiert traditionelle, rechtliche Vereinbarungen umfassend mit Smart Contracts durchführen zu können. Der Umgang mit OpenLaw soll benutzerfreundlich sein und gleichzeitig sicherstellen, dass die abgeschlossenen Verträge rechtskonform sind. Openlaw ist ein Projekt am Berkman Klein Center für Internet & Gesellschaft an der Harvard Law School.

OpenLaw setzt auf die Vorteile von Blockchains für mehr Sicherheit, Transparenz und Automatisierung. In OpenLaw-Verträge lassen sich aber auch weitere Vereinbarungen und Verträge einbinden. Ethereum basierende Smart Contracts können in Rechtsvereinbarungen eingebettet werden. Dadurch lassen sich mit OpenLaw auch Ethereum-Smart-Contracts nutzen. Für die Verwendung von OpenLaw ist derzeit noch ein Benutzerkonto bei OpenLaw möglich. Die Entwickler wollen diese Einstiegshürde aber weiter minimieren.

Smart Contracts bei Geschäftsverträgen und rechtlichen Vereinbarungen im Vergleich

Traditionelle Rechtsverträge sind häufig kompliziert im Umgang und bei Erweiterungen wird häufig die komplette Prozedur zu Beginn des Vertrages erneut notwendig. Mit Smart Contracts lassen sich auch rechtliche Vereinbarungen durchführen. Der Vorteil von Smart Contracts besteht ohnehin darin, dass diese die Vorgänge von Geschäftsverträgen vereinfachen. Bei rechtlichen Vereinbarungen sind die Abläufe bei Verträgen noch wesentlich komplexer. Das gilt auch bei Änderungen der Verträge.

Smart Contracts mit OpenLaw vereinfachen die Abläufe bei rechtlichen Vereinbarungen enorm und ermöglichen gleichzeitig eine Transparenz. OpenLaw will die Erstellung, Ausführung, Speicherung und Änderung von rechtlichen Vereinbarungen revolutionieren und neugestalten. Anwälte und Organisationen sollten mit OpenLaw in die Lage versetzt werden auch automatisch Rechtsdokumente zu erstellen und deren Ausführung zu verwalten.

Rechtsvorlagen mit OpenLaw und Ethereum-Smart-Contracts

Rechtsvorlagen in OpenLaw können mit der „Legal Markup“-Sprache erweitert werden. Die Sprache hilft dabei Rechtsverträge umfassend zu erstellen und zu steuern. Die Vorbereitung rechtlicher Vereinbarungen wird dadurch vereinfacht und verkürzt. Rechtsvorlagen können mit OpenLaw auch durch Nicht-Juristen erstellt werden, was oft nur wenige Minuten dauert. Nach dem Erstellen einer Rechtsvorlage führt die OpenLaw-Benutzeroberfläche durch die Bereiche des Dokumentes und ermöglicht auch eine Anpassung.

Das Anpassen von Dokumenten ist mit der Legal Markup-Sprache ebenfalls schnell und einfach möglich. Die Sprache unterstützt Wenn/Dann-Logik, Aliasing, multivariable Ausdrücke, versteckte Variablen und kann auch grundlegende Berechnungen durchführen.

Mit OpenLaw kann jeder Smart Contract auf Basis von Ethereum in eine rechtliche Vereinbarung eingebettet und automatisch ausgelöst werden, sobald die Vereinbarung von allen Parteien digital unterzeichnet wurde. Vermögenswerte und andere digitale Token werden durch Blockchains wie Ethereum generiert und gesichert. Alle Vereinbarungen mit OpenLaw können problemlos digital unterzeichnet werden, das gilt natürlich auch für die eingebetteten Ethereum-Vorträge. Sobald eine Vereinbarung abgeschlossen ist, kann sie zur Unterzeichnung per E-Mail verschickt werden. Die Unterschriften werden in der Ethereum-Blockchain gespeichert. Sobald die Unterschriften von allen Beteiligten vorliegen, erhält jede Partei und der Absender eine Kopie für ihre Unterlagen.

Rechtliche Vereinbarungen, die über OpenLaw generiert werden sind sicher, da die relevanten Daten auch in der Ethereum-Blockchain gespeichert werden. Die Entwickler geben an, dass keinerlei Vorlagen oder generierte Vereinbarungen auf den zentralisierten Servern von OpenLaw oder einem Cloud-Dienstleister gespeichert werden.

Einbindung von OpenLaw in Blockchain-Apps

OpenLaw bietet auch eine API an, mit der Entwickler von Blockchain-Apps Funktionen aus OpenLaw einbinden. Auf diesem Weg kann OpenLaw zum Beispiel auch mit Kaleido genutzt werden. Bei Kaleido handelt es sich um eine Blockchain Business Cloud, die das Bereitstellen einer Blockchain-Lösung wesentlich vereinfachten kann, da alles Notwendige direkt aus der Cloud genutzt werden kann. Als Basis setzt Kaleido auf Ethereum. Durch die Einbindung von OpenLaw können auch rechtliche Vereinbarungen in Blockchain-Lösungen eingebunden werden, die mit Kaleido zur Verfügung gestellt werden.

Durch die Einbindung von OpenLaw in bestehende Blockchain-Lösungen und Smart Contratcs-Netzwerken, kann auch der jeweilige Status des Vertrages angezeigt werden. Die Teilnehmer erkennen in der jeweiligen Anwendung, ob der Vertrag bei allen Beteiligten eingegangen ist und unterschrieben wurde. Sind mehrere Verträge im Umlauf, können die Teilnehmer alle ihre Verträge und den Status dazu abrufen und anzeigen. Beispiel dafür zeigen die Entwickler in verschiedenen Demos.

Fazit

OpenLaw kann für Unternehmen sinnvoll sein, die in ihre Smart Contracts auch rechtliche Vereinbarungen integrieren wollen. Durch die Unterstützung von Ethereum können in rechtliche Vereinbarungen auch andere Smart Contracts eingebunden werden. Aus diesem Grund kann es durchaus sinnvoll sein, eigene Blockchain-Lösungen darauf hin zu überprüfen, ob OpenLaw eingebunden werden kann, und über APIs die Möglichkeit besteht mehr Funktionen in die eigene Blockchain-Lösung zu integrieren. OpenLaw hat durchaus Potential im Bereich der Blockchain-Lösungen eine feste Größe zu werden, vor allem wenn es darum geht rechtliche Vereinbarungen zu schließen.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist