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Gemeinsam mit Intel und Accenture Nippon Express entwickelt Blockchain-basiertes Transportnetzwerk

| Autor/ Redakteur: Martin Hensel / Peter Schmitz

Der japanische Logistikkonzern Nippon Express arbeitet an einem neuartigen Transportsystem, das speziell für Arzneimittel konzipiert ist. Dabei soll auch Blockchain-Technik zum Einsatz kommen.

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Das japanische Unternehmen investiert rund 847 Millionen Euro in das Projekt.
Das japanische Unternehmen investiert rund 847 Millionen Euro in das Projekt.
(Bild: Pexels / Pixabay / Pixabay)

Laut einem Bericht der japanischen Zeitung Nikkei will Nippon Express bis zu 100 Milliarden Yen in das System investieren. Dies entspricht der beachtlichen Summe von rund 847 Millionen Euro. Das Logistikunternehmen plant bereits seit Anfang 2019 den großflächigen Einstieg in den Transport pharmazeutischer Produkte und errichtet dazu unter anderem vier neue Großlager und weitere Infrastruktur an verschiedenen Standorten in Japan. Der Start ist für das kommende Jahr vorgesehen.

Das Blockchain-basierte Logistiksystem soll mehrere Vorteile bieten. Dazu zählen beispielsweise das Ausschließen gefälschter Medikamente aus der pharmazeutischen Lieferkette, Echtzeit-Nachverfolgung von Rohstoffen und Produkten sowie die Einhaltung der GDP-Leitlinien („Good Distribution Practice“) für Medizinerzeugnisse.

Etablierte Unterstützung

Dieses Mammutprojekt kann Nippon Express allerdings nicht im Alleingang bewältigen. Unterstützung erhält der Logistiker von namhaften IT-Größen: Laut Medienberichten sollen Intel und Accenture mit an Bord sein. Sie unterstützen Nippon Express demnach mit der Lieferung von (IoT-)Sensoren zur Temperaturkontrolle in der Lieferkette, RFID-Etiketten zur Standortbestimmung sowie Hilfe bei der technologischen Umsetzung.

Im Ergebnis soll die gesamte Supply Chain von den Rohstofflieferanten über die Hersteller und Großhändler bis hin zu den medizinischen Einrichtungen auf einer zentralen Plattform abgebildet werden. Über die genutzte Blockchain lassen sich Zustand, Position und Status jeder Sendung nahezu in Echtzeit und manipulationssicher verfolgen. Zudem verringert sich die Notwendigkeit manueller Kontrollen, was Aufwand und Kosten reduziert.

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