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App zur Corona-Eindämmung Mit Blockchain-Lizenz zum Einkaufen gehen

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Peter Schmitz

In Spanien haben sich Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen, um eine App zur Unterstützung der Maßnahmen gegen die Corona-Krise zu entwickeln. Sie nutzt sowohl die Blockchain als auch Künstliche Intelligenz (KI).

In Spanien entsteht eine App, die sowohl im Alltag als auch für Fachpersonal hilfreich sein soll.
In Spanien entsteht eine App, die sowohl im Alltag als auch für Fachpersonal hilfreich sein soll.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Im spanischen Salamanca haben sich das Institut für biomedizinische Forschung, die örtliche Universität sowie das gemeinnützige Artificial Intelligence Research Institute zusammengeschlossen, um der Corona-Krise die Stirn zu bieten. Ziel des Teams ist die Entwicklung einer App auf Basis von Blockchain-Technik und KI. Sie soll die Entwicklung der Virus-Pandemie vorhersagen können.

In einem Interview mit dem Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) gaben die beiden Teamleiter Juan Manuel Corchado und Javier Prieto Details zu ihren Plänen bekannt. Grundsätzlich soll die App demnach Informationen zur COVID-19-Pandemie bereitstellen und damit auch Entscheidungen über Maßnahmen wie Social Distancing oder Quarantäne vereinfachen.

Lizenzen für Alltägliches

Die Forscher nutzen dazu hybride neurosymbolische Algorithmen, die neuronale Netze und regelbasierte symbolische Systeme umfassen. Als Basis dient die Plattform Deep Intelligence. Auch die Blockchain kommt zum Einsatz: Sie soll sicherstellen, dass sich die Menschen an Social-Distancing-Vorgaben halten. Dazu werden digitale Identitäten und Lizenzen für alltägliche Vorgänge erstellt, wie beispielsweise den Arbeitsweg oder der Besuch eines Supermarktes. Private Schlüssel sorgen für die eindeutige Identifizierung der Nutzer, was Papierdokumente der Regierung überflüssig machen soll.

Detailreiche Informationen

Als Datenbasis für Handlungsempfehlungen und Prognosen nutzt die App unter anderem Patienteninformationen und medizinische Aufzeichnungen sowie Umwelt- und soziale Faktoren. Speziell medizinischem Personal soll so die Entscheidungsfindung erleichtert werden. Neben dem Einsatz im Alltag der Menschen soll die App auch die Pandemie verfolgen und damit nicht nur deren Entwicklung, sondern auch künftige Epidemien prognostizieren können. Dazu überwacht das Team bekannte Erreger und analysiert Nachrichten, wissenschaftliche Artikel und weitere Datenquellen.

Die App befindet sich noch im Proof-of-Concept-Status. Zudem sucht das rund 100 Personen starke Entwicklerteam noch nach weiteren Mitteln für das Projekt. Auch Datensätze im Zusammenhang mit COVID-19 sind gesucht.

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