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pebbles startet in Wildpoldsried Lokaler Energiehandel auf Blockchain-Basis

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Peter Schmitz

Siemens und das Allgäuer Überlandwerk arbeiten gemeinsam mit Projektpartnern an der Forschungsinitiative pebbles. In diesem Rahmen soll ein lokaler Strommarkt unter Einsatz von Blockchain-Technik entstehen.

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Das pebbles-Projekt ermöglicht den lokalen Energiehandel per Blockchain.
Das pebbles-Projekt ermöglicht den lokalen Energiehandel per Blockchain.
(Bild: Siemens)

Erstmals geht nun eine lokale Handelsplattform für Strom in den Demonstrationsbetrieb – für das Projekt ein wichtiger Schritt, um Praxiserfahrungen zu sammeln. Der erste Einsatz findet in der Gemeinde Wildpoldsried im Allgäu statt. Dort können private Stromproduzenten über eine App ihre erzeugte Energie direkt an lokale Verbraucher vermarkten. Der übliche Umweg über Direktvermarkter oder Stromversorger entfällt. Zusätzlich lassen sich Flexibilitäten aus Batteriespeichern sowie steuerbare Lasten wie Wärmepumpen oder Ladestationen für Elektrofahrzeuge handeln.

Mehr Mitbestimmung, geringere Kosten

Die Blockchain dient dabei als Grundlage für die Transaktionen und deren Verwaltung. Sie soll für Ende-zu-Ende-Transparenz und Vertrauen zwischen den Teilnehmern sorgen. Kunden können Präferenzen für ihren Strombezug festlegen, darunter etwa Anteil und Preis von Strom aus lokalen Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Grundsätzlich soll das Projekt pebbles zeigen, dass sich Engpässe im Stromnetz mittels eines lokalen Energie- und Flexibilitätshandels vermeiden lassen. Zudem wird der Wunsch der Endteilnehmer nach einer aktiveren Rolle im Energiesystem bedient. Beides könnte letztlich auch die Kosten für die Energiewende senken.

„Mit der für pebbles eingesetzten digitalen Plattform verbinden wir Erzeuger, Verbraucher und Speicher so miteinander, dass sie ihre Energie und ihre Flexibilitäten untereinander in optimierter Weise lokal handeln können. Damit ermöglichen wir, dass Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen auch nach dem Auslaufen der staatlichen Förderung ökonomisch attraktiv bleiben und weiterhin CO2-freien Strom erzeugen und gesamtsystemdienlich ins Netz einspeisen können“, erklärt Sabine Erlinghagen, CEO Digital Grid von Siemens Smart Infrastructure.

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