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Supply-Chain-Visibility Lieferkette für Kautschuk digital anzeigen

Redakteur: Bernd Maienschein

Continental und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) haben jetzt erstmals die gesamte Lieferkette von Kautschuk digital rückverfolgbar gemacht.

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Durch ein digitales Rückverfolgungssystem kann Continental die gesamte Lieferkette für dessen verwendeten Kautschuk dokumentieren.
Durch ein digitales Rückverfolgungssystem kann Continental die gesamte Lieferkette für dessen verwendeten Kautschuk dokumentieren.
(Bild: GIZ/Canopy Indonesia)

Erst Mitte Juli hatte sich Unternehmensgrün, der Bundesverband der Grünen Wirtschaft, für eine gesetzliche Regelung der unternehmerischen Verantwortung für die gesamte Lieferkette von Unternehmen ausgesprochen. Da waren die Anstrengungen von Continental zusammen mit dem Bundesentwicklungsministerium (BMZ) schon längst im Gange: Beide Parteien sind Mitglied der im März 2019 gegründeten Global Platform for Sustainable Natural Rubber (GPSNR). Dabei handelt es sich um den Zusammenschluss der wichtigsten Akteure des Naturkautschuksektors aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Ich freue mich, dass Vorreiter wie Continental zeigen: Im digitalen Zeitalter können soziale und ökologische Mindestkriterien entlang der Lieferkette kontrolliert werden.

Gerd Müller, Bundesentwicklungsminister

Was hat Conti unternommen? Im Rahmen ihrer Sustainability-Strategie haben die Hannoveraner zusammen mit dem BMZ in Indonesien ein Pilotprojekt aufgesetzt, in dem es Conti erstmals gelingt, eine Lieferkette für Kautschuk lückenlos nachzuverfolgen – vom Anbau über die Weiterverarbeitung bis in sein deutsches Reifenwerk. Nicht nur mehr Transparenz im Prozess ist das Ergebnis dieser Zusammenarbeit, sondern auch, dass der deutsche Automotive-Riese einen großen Beitrag zur Existenzsicherung der indonesischen Kleinbauern leistet.

Unser Ziel ist, die elektronische Rückverfolgbarkeit innerhalb unserer Naturkautschuk-Lieferketten sukzessive auszubauen und damit zur globalen Verbesserung der Nachhaltigkeit im Naturkautschuksektor beizutragen.

Christian Kötz, Leiter Geschäftsfeld Reifen bei Conti

Continental kooperiert mit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im indonesischen West-Kalimantan auf Borneo. Der Distrikt Kapuas Hulu hat zwei Nationalparks mit ausgedehnten Naturwäldern, die als Unesco-Biosphärenreservat ausgezeichnet sind. Die bislang 450 beteiligten Kleinbauern dort erzielen deutlich höhere Verkaufspreise als üblich für den von ihnen produzierten qualitativ hochwertigeren Naturkautschuk. Das liegt daran, dass sie in nachhaltiger Anbaupraxis und besserer Technik geschult werden, etwa wie die Bäume angeschnitten werden müssen, um möglichst viel Kautschuk zu gewinnen. Die Kleinbauern erhöhen so deutlich ihre Flächenerträge und können die Bäume länger nutzen.

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal MM-Logistik.

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