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Standardisierung im Fokus Internationale Handelskammer startet Blockchain-Initiative

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Peter Schmitz

Die Internationale Handelskammer („International Chamber of Commerce“, ICC) hat die „Digital Trade Standards“-Initiative (DSI) ins Leben gerufen. Das branchenübergreifende Projekt widmet sich der Standardisierung des digitalisierten Handels.

Standardisierung und Interoperabilität sind wichtige Themen des Projekts.
Standardisierung und Interoperabilität sind wichtige Themen des Projekts.
(Bild: Gerd Altmann / Pixabay / Pixabay )

Die DSI soll laut der Handelskammer auf der Arbeit ähnlicher Initiativen aufbauen. Viele davon widmen sich dem digitalisierten Handel und entwickeln dazu offene Standards zur Förderung der Interoperabilität. Auch der DSI schwebt so etwas vor: Sie will mittels technischer Interoperabilität zwischen den verschiedenen Blockchain-Netzwerken und Technologieplattformen für stärkere wirtschaftliche Integration und offene Handelsstandards sorgen.

„Universelle Standards werden bestehende Insellösungen verbinden und damit für eine bessere Kundenerfahrung sorgen“, ist sich John W.H. Denton sicher. Der Generalsekretär der Internationalen Handelskammer betont, dass das Projekt unter dem neutralen Dach der ICC gut abgehoben sei. „Wir werden die Entwicklung von Standards und Protokollen für den digitalen Handel leiten und koordinieren“, so Denton.

Koordinieren statt duplizieren

Die Handelskammer verfolgt bei der DSI ausdrücklich eine kollektive Taktik, statt einfach bereits bestehende Ansätze einfach zu duplizieren. Das Gremium versucht dazu gezielt die klassischen Verfahren zu vermeiden, die häufig bilaterale Abkommen zwischen Institutionen vorsehen und auf die gemeinsame Nutzung einer Plattform abzielen. Dies führe laut dem ICC zu Daten-Silos und maßgeschneiderten Prozessen. Stattdessen will die Handelskammer allen unterstützungswilligen Unternehmen, Organisationen und Verbänden branchen- und ortsübergreifend eine Mitgliedschaft anbieten.

Für die Finanzierung des Projekts sorgen einstweilen die Asiatische Entwicklungsbank sowie die Regierung von Singapur – die DSI wird dementsprechend im ICC Centre for Future Trade in Singapur ansässig sein. Personal und Geschäftsführung werden derzeit noch angeworben. Geplant ist außerdem ein globaler Lenkungsausschuss, der unter anderem die Prioritäten für das Projekt setzen soll.

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