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„Trust your supplier“

IBM kündigt Blockchain-System für die Lieferkette an

| Autor/ Redakteur: Martin Hensel / Peter Schmitz

In Zusammenarbeit mit Chainyard hat IBM das Blockchain-Netzwerk „Trust your supplier“ (TYS) angekündigt. Es soll unter anderem für bessere Lieferantenqualifizierung, -validierung und -einbindung sowie ein optimiertes Lifecycle Information Management sorgen.

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"Trust your supplier" von IBM soll die Lieferantenverwaltung vereinfachen.
"Trust your supplier" von IBM soll die Lieferantenverwaltung vereinfachen.
(Bild: IBM)

Zum Start des Projekts sind bereits einige namhafte Firmen daran beteiligt: Darunter etwa die Brauerei Anheuser-Busch, Cisco, GlaxoSmithKline, Lenovo, Nokia, Schneider Electric und Vodafone. Gemeinsam wollen die Unternehmen Herausforderungen im Lieferanteninformationsmanagement lösen. IBM und Chainyard sorgen dabei auf Basis der IBM Blockchain Platform für die Umsetzung.

Herkömmliche Methoden der Lieferantenverwaltungen sind oft mit mühsamen manuellen Prozessen verbunden, die Identitätsprüfungen sowie die Nachverfolgung von Dokumenten und Zertifikaten über den gesamten Lebenszyklus hinweg erschweren. Abhilfe sollen der dezentrale Ansatz und ein Audit Trail auf Blockchain-Basis schaffen: TYS ist darauf ausgelegt, zeitraubende manuelle Prozesse zu eliminieren und das Risiko von Betrugsversuchen und Fehlern zu reduzieren. Zudem soll eine reibungslose Konnektivität zwischen den Lieferketten entstehen.

Vereinfachte Abläufe

TYS erstellt dazu eine Art digitalen Ausweis für jeden Lieferanten auf dem Blockchain-Netzwerk. Über diesen können sie Informationen mit autorisierten Käufern austauschen und behalten dabei stets die Kontrolle über ihre Daten. Externe Validierer können zudem Verifikations- und Auditmöglichkeiten direkt über das Netzwerk anbieten.

Eine weitere Funktion besteht in der möglichen Verbindung bereits existierender Geschäftsnetzwerke: Dabei werden die für den Austausch von Bestellungen und Rechnungen erforderlichen Informationen weitergegeben, ohne dass Lieferanten diese jedes Mal erneut eingeben oder sich in den unterschiedlichen Netzwerken anmelden müssen. So kann sich zum Beispiel das IBM Supply Chain Business Network über offene Programmierschnittstellen mit TYS verbinden, um auf verifizierte Lieferanteninformationen zuzugreifen.

Eigene Kunden zum Start

IBM hat über 18.500 Lieferanten weltweit. Zum Auftakt von TYS werden rund 4.000 der in Nordamerika ansässigen Unternehmen in das Netzwerk eingebunden. Das IBM Procurement sieht dadurch Potenzial für rund 70 bis 80 Prozent kürzere Zykluszeiten und um etwa 50 Prozent geringere administrative Kosten im eigenen Unternehmen.

Das TYS-Netzwerk ist derzeit nur in begrenztem Umfang mit bestehenden Partnern verfügbar. Eine kommerzielle Verfügbarkeit ist noch für das dritte Jahresquartal geplant.

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