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Blockchain in der Logistik HANSEBLOC-Prototyp bewältigt Testlauf

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Peter Schmitz

Der Prototyp des Forschungs- und Entwicklungsprojekts HANSEBLOC hat erfolgreich erste Testläufe bewältigt. Künftig soll die Blockchain-Lösung in der Logistik zum Einsatz kommen und diverse Vorteile bieten.

HANSEBLOC richtet sich an Logistiker und entsprechende Dienstleister.
HANSEBLOC richtet sich an Logistiker und entsprechende Dienstleister.
(Bild: Gerd Altmann / Pixabay )

Das Projekt ist vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und konzentriert sich vor allem auf die Bedürfnisse kleiner und mittelständischer Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen die Erprobung und Erarbeitung von Blockchain-Lösungen für die Logistik. Das HANSEBLOC-Konsortium besteht dabei aus zehn norddeutschen Verbundpartnern aus dem Netzwerk der Logistik-Initiative Hamburg. Dazu zählen etwa Logistikdienstleister, IT-Dienstleister, Blockchain-Experten und Hochschulpartner. Softwarearchitektur und Prototyp wurden von der HEC GmbH aus Bremen entwickelt.

„Die Blockchain an sich kann für alle Bereiche relevant werden, die Vertrauen in wechselseitigen digitalen Geschäftsbeziehungen benötigen“, erklärt Matthias Menz, HANSEBLOC-Projektleiter von HEC. „Sie stellt ein System bereit, in dem Partner Geschäftsvorfälle gesichert mit oder ohne Bezahlsystem etablieren können, ohne dass sie einen überwachenden Intermediär benötigen“, ergänzt er.

Umfangreiche Möglichkeiten

Neben der Sicherstellung zuverlässiger und transparenter Transporte soll die HANSEBLOC-Plattform auch für die fälschungssichere Dokumentation von Transportdaten und Gefahrenübergängen sorgen. Smart Contracts sorgen für die Einhaltung von Vertragskonditionen und können zum Beispiel Bezahlvorgänge auslösen. Zusätzlich lassen sich Messdaten zu etwa Position, Temperatur oder Erschütterung von Gütern erfassen. Die dazu nötigen Sensoren sind in den Paletten integriert, werden von virtuellen Agenten verifiziert und die Daten schließlich in die Blockchain weitergeleitet.

Grundsätzlich ist die Plattform offen angelegt, um die Zusammenarbeit aller Akteure optimal zu unterstützen. Für Logistiker und Dienstleister ist damit ein kostengünstiger Einstieg möglich. Zudem sorgt der modulare Aufbau für Erweiterungsmöglichkeiten durch Dritte.

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