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Verband öffentlicher IT-Dienstleister Govdigital eG will Blockchain und Co. fördern

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Peter Schmitz

Ende vergangenen Jahre gründeten zehn Konsortialpartner in Berlin die neue Genossenschaft Govdigital. Die öffentlichen IT-Dienstleister wollen damit die Entwicklung der Blockchain und anderer neuer Technologien vorantreiben.

Bereits Ende vergangenen Jahres wurde die Genossenschaft ins Leben gerufen.
Bereits Ende vergangenen Jahres wurde die Genossenschaft ins Leben gerufen.
(Bild: Govdigital)

Im Mittelpunkt stehen dabei die öffentliche Hand und die Schaffung einer bundesweiten Netzwerkinfrastruktur für Anwendungen. Zudem wollen die Verbandspartner das Potenzial von Blockchain und Distributed-Ledger-Technik für das Zusammenspiel von Verwaltungs- und Identifikationsvorgängen ausloten.

Dabei gilt es, im Sinne einer digitalen Daseinsvorsorge eine sichere und verbindliche bundesweite Kommunikation für öffentliche Verwaltungen und andere Institutionen zu gewährleisten. Govdigital will dazu Infrastruktur wie Server und Datenbanken in zertifizierten Rechenzentren zur Verfügung stellen und betreiben. Auf dieser Basis sollen dann kommunale sowie Landes- und Bundesbehörden Anwendungen für die öffentliche Hand entwickeln und betreiben. Zu den Gründungsmitgliedern zählen die AKDB, Bundesdruckerei, Dataport, ekom21, Governikus, KDO, Stadt Köln, krz Lemgo, regio iT und SIT.

Öffentliche Hand modernisieren

„Künstliche Intelligenz und die Blockchain sind wichtige Technologien für eine moderne, serviceorientierte öffentliche Verwaltung“, erklärt Thomas Jarzombek, Beauftragter des Bundeswirtschaftsministeriums für die Digitale Wirtschaft und Startups. „Die Initiative Govdigital bringt viele relevante Akteure von Ländern und Kommunen zusammen, um Verwaltungsdienste auf Blockchain- oder KI-Basis zu ermöglichen“, ergänzt er Jarzombek.

Die Anwendungen sollen öffentlichen Institutionen künftig die Möglichkeit geben, Echtheitsnachweise, Bescheinigungen und Abrechnungen einfacher und kostengünstiger durchzuführen. Als praktische Beispiele nennt der Verband etwa die Validierung von Zeugnissen und Führerscheinen oder rechtssichere Nachweise von Entsorgungswegen. Dazu will Govdigital auch verschiedene Services bereitstellen, darunter beispielsweise Blockchain-as-a-Service oder Blockchain-Infrastructure-as-a-Service für den Betrieb von Apps.

„Ich bin davon überzeugt, dass die Digitalisierung und hier insbesondere die Künstliche Intelligenz den öffentlichen Sektor weiter verändern wird“, meint Torsten Koß, Govdigital-Vorstand und Vorstand des Gründungsmitglieds Dataport AöR. „Unsere Chance heute ist, dass wir diese Veränderungen gemeinsam gestalten können. Wenn wir das nicht tun, dann gestaltet Digitalisierung uns“, verdeutlicht er.

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