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Blockchain Governance Framework eco baut mit Partnern Framework für Konsortial-Blockchain

| Redakteur: Peter Schmitz

Eine Blockchain auf Basis eines Vertrauensnetzwerkes: Daran arbeiten zurzeit der Verband der Internetwirtschaft eco und das Institut für Internet-Sicherheit if(is) der Westfälischen Hochschule gemeinsam mit fünf weiteren namhaften Konsortial-Partnern. „Ziel der Zusammenarbeit ist ein Governance Framework, sprich ein grundlegendes Rahmenwerk zur Implementierung geeigneter Steuerungsmechanismen für eine Konsortial-Blockchain“, sagt Prof. Pohlmann, Vorstand für IT-Sicherheit im eco Verband und Leiter des if(is).

Der eco-Verband arbeitet gemeinsam mit namhaften Partnern an einem Blockchain Governance Framework.
Der eco-Verband arbeitet gemeinsam mit namhaften Partnern an einem Blockchain Governance Framework.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Unternehmen, Blockchain-Anwender und -Experten sowie Forschungs-Institute und Verbände definieren aktuell Prozesse, die zu einer vertrauenswürdigen Blockchain führen: Das reicht von der Ausgestaltung der einzelnen Knoten, der Entscheidung für kryptographische Verfahren über Update-Regeln bis zu den Details der Zusammenarbeit der Konsortialpartner.

Standards für souveräne Konsortial-Blockchains

Das eco Blockchain Governance Framework (eBGF) soll zum 25.11.2020 in einer ersten Version veröffentlicht und anschließend in geeigneten Zyklen aktualisiert werden. Es soll zukünftig als Standard für den Betrieb von sicheren und vertrauenswürdigen Blockchain-Infrastrukturen dienen. Ziel ist es ein Instrument zu schaffen, das sich für eine breite Palette an Vertrauensdiensten der Digitalisierung etabliert. Mögliche Anwendungen sind etwa die Zertifizierung von Dokumenten oder die Vergabe von Zeitstempeln, Berechtigungen, Bescheinigungen, usw.

„Unabhängig von ihrem fachlichen Kontext fehlt es am Markt noch an etablierten Standards für konsortialbetriebene Blockchains“, sagt Prof. Pohlmann. Oft ähneln sich die Herausforderungen und Problemstellungen hinsichtlich der technischen Governance und dem Betrieb des Netzwerks. Welche Anforderungen gibt es an die Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit? Wie sind Back-ups und das Monitoring der Knoten organisiert und wie werden Updates der Software und Konfiguration umgesetzt? Weitere Fragen betreffen die Definition von Ressourcen für die Schaffung von Redundanz.

Konsortial-Partner schaffen Vertrauensnetzwerk

An der Schaffung entsprechender Standards im Rahmen des eco Blockchain Governance Frameworks mitzuwirken, haben diese Partner bereits zugesagt:

  • esatus AG
  • Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
  • govdigital eG
  • Institut für Internet-Sicherheit if(is) / Westfälische Hochschule
  • Max-Planck Digital Library / Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
  • regio iT gesellschaft für informationstechnologie mbh
  • TrustCerts GmbH
  • eco Verband der Internetwirtschaft e.V.

„Es gibt ein großes, auch internationales Interesse an konsortialen Blockchain-Lösungen. Gemeinsam mit unseren Partnern schaffen wir die Standards für eine vertrauenswürdige und souveräne Blockchain in Deutschland und Europa“, sagt Kevin Wittek, der als Blockchain Research Group Leader das Projekt am Institut für Internetsicherheit if(is) betreut. „Interessierte sind herzlich eingeladen, sich an diesem Prozess zu beteiligen.“ Das Konsortium ist offen für Unternehmen und Organisationen, die Teil des Vertrauensnetzwerks werden möchten. Interessenten können sich über blockchain@eco.de an die Arbeitsgruppe wenden, weitere Informationen sind im eco Blockchain Governance Framework (eBGF) GitHub-Projekt hinterlegt.

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