DIN/TS 31648 vorgestellt DIN-Spezifikation soll Vertrauen in Blockchain stärken

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Peter Schmitz

Der DIN-Arbeitskreis Records Management hat nach knapp zweijähriger Arbeit die Technische Spezifikation (TS) 31648 des Deutschen Instituts für Normung (DIN) fertiggestellt. Sie soll die Basis für Blockchain-basierte Compliance-Lösungen schaffen.

Die DIN/TS 31648 soll vertrauenswürdige Transaktionen in Blockchains sicherstellen.
Die DIN/TS 31648 soll vertrauenswürdige Transaktionen in Blockchains sicherstellen.
(Bild: Gerd Altmann / Pixabay )

In der jetzt vorgestellten Spezifikation sind Kriterien für vertrauenswürdige Transaktionen in Blockchain-basierten Systemen aufgestellt. Der Arbeitskreis besteht aus Vertretern von Wirtschaft, Verbänden und Institutionen wie etwa dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Auch die Compliance-Spezialisten des Hamburger IT-Unternehmens Deepshore brachten ihr Fachwissen mit ein.

Dank der Hinzunahme der Beweiswerterhaltung sei die Distributed-Ledger-Technik (DLT) nun laut Deepshore in nahezu allen Compliance-Umgebungen einsetzbar. Die DIN/TS 31648 schaffe hierfür die Basis und definiere Anforderungen an Nachweispflichten und Sicherheitsaspekte, um dies sicherzustellen. „Wir sehen uns hier im Einsatz von verteilten Open-Source-Technologien in Compliance-Umfeldern bestätigt, denn mit Lösungen wie unserem eigenen Cloud Native Archive können wir die Vorteile von Blockchain und anderen verteilten Technologien kombinieren“, erklärt Florian Boldt, Head of Operations and Data Logistics von Deepshore und Vertreter im DIN-Arbeitskreis Records Management.

Erfahrung und Know-how eingebracht

Man habe die eigene technische und praktische Erfahrung zur Abbildung von Compliance-Anforderungen mit Hilfe verteilter Technologien in die neue Spezifikation eingebracht, ergänzt Deepshore-CTO Michael Brünker. Das Cloud Native Archive erfülle bereits die Aspekte von DSGVO- oder GoBD-Compliance und bewähre sich in der Praxis. Die bereits 2019 entwickelten grundlegenden Konzepte und Verfahren können nun durch den DIN-Arbeitskreis genutzt werden. Deepshore hatte sie im Rahmen einer Forschungs- und Entwicklungskooperation unter anderem mit dem Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik erarbeitet. Teile der Grundlagen sind bereits als Whitepaper veröffentlicht und flossen in die Modellierung der DIN-Spezifikation ein.

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