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Anlagen im Energiesystem identifizieren dena testet Blockchain Machine Identity Ledger

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Peter Schmitz

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) startet gemeinsam mit 21 Partnern die Entwicklung eines Machine Identity Ledgers. Das Blockchain-basierte Projekt soll die Infrastruktur für automatisches Gerätemanagement in einem digitalen Energiesystem bilden.

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Mit dem Blockchain Machine Identity Ledger will die dena für automatisches Gerätemanagement in einem digitalen Energiesystem sorgen.
Mit dem Blockchain Machine Identity Ledger will die dena für automatisches Gerätemanagement in einem digitalen Energiesystem sorgen.
(Bild: Free-Photos / Pixabay )

Künftige Energiesysteme sind komplex und müssen unterschiedlichste Erzeuger, Energiequellen und Millionen Verbraucher verbinden. Jeder Teilnehmer benötigt dazu eine eindeutige Identität, um zuverlässig Liefer- und Vertragsbedingungen einhalten zu können. Gleichzeitig sind hohe Systemsicherheit und geringe Kommunikationskosten gefragt. Die dena setzt hier mit dem Blockchain Machine Identity Ledger als digitales Register für Geräteidentitäten an.

Der Ledger soll die Basis für weitere systemdienliche Dienste und marktorientierte Anwendungen bilden. Als Vertrauensanker soll das Smart Meter Gateway (SMGW) dienen, eine Kommunikationseinheit mit intelligenten Messsystemen. Das Pilotprojekt soll damit Hand in Hand mit den entsprechenden Plänen der Bundesregierung gehen. Zudem soll der Machine Identity Ledger für kosteneffiziente Kommunikation der stetig zunehmenden Schnittstellen im Energiesystem sorgen.

Viele Baustellen voraus

„Für ein dezentral und digital gestütztes Energiesystem liegen weiterhin viele Aufgaben vor uns. Es fehlt bis dato an digitalen Diensten, die auf dem Smart Meter Rollout aufsetzen, interoperabel sind und alle Anlagen des Energiesystems einschließen und erfassen. Ein Identitätsregister, das auf dezentral operierenden Kommunikationstechnologien erprobt wird, ist besonders aufgrund der stark verteilten Anlagenstruktur hilfreich. Es kann einen großen Erkenntnisgewinn für den Aufbau einer digital gestützten Marktkommunikation bieten“, erklärt Philipp Richard, Teamleiter Digitalisierung der dena.

Das Pilotprojekt zählt zum „Future Energy Lab“ und wird von einer Partner-Allianz aus Großkonzernen, Akteuren der Digital- und Energiebranche sowie Blockchain-Startups gestützt. Derzeit sind die Unternehmen BOTlabs, EnBW, Energy Web, EY Law, Fraunhofer FIT, GWAdriga, Jacobs University, MeterPan, OFFIS, Oli-Systems, Parity, PPC, Riddle&Code, SAP, Spherity, Theben, T-Systems, Voltaris, VSE, Youki und 50Hertz beteiligt.

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