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BoneBits stellt Verfahren vor

Daten auf Blockchains jederzeit löschen und ändern

| Autor/ Redakteur: Martin Hensel / Peter Schmitz

Das Dortmunder Start-up BoneBits hat ein Verfahren entwickelt, das EU-DSGVO-konformes Löschen und Ändern von Daten in einer öffentlichen Blockchain ermöglicht.

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Die "Blockchain 2.0" ermöglicht das Verändern von Daten ohne Integritätsverlust.
(Bild: BoneBits)

Mittels des „Blockchain 2.0“ getauften BoneBits-Verfahrens lassen sich die Daten vollständig dezentral auf einem autarken Blockchain-Ökosystem jederzeit löschen oder verändern, ohne dabei die Integrität der Blockchain zu verletzen. Private Speicherorte müssen dazu nicht eingebunden werden. Damit werden die strengen Vorgaben der EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) erfüllt, die insbesondere für das Speichern personenbezogener Daten in öffentlichen Blockchains relevant sind. Laut dem Start-up lassen sich speziell die in der DSGVO festgelegten Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Vergessen oder Löschen sowie auf Datenübertragbarkeit umsetzen. Per API ist auch der unkomplizierte Einsatz von White-Label-Diensten möglich.

Erhöhter Schutz der Privatsphäre

BoneBits betont, dass sich der Schutz der Privatsphäre von Nutzerdaten dank des neuen Verfahrens signifikant erhöht. Zudem ist über dynamische Smart Contracts die Abbildung gesetzlicher Aufbewahrung- und Löschfristen automatisiert möglich.

„Der bisherige Einsatz der Blockchain als fortlaufender „Nur-Hinzufüge-Speicher“ wird durch das Verfahren zu einer dynamischen, dezentralen und autarken Datenverwaltung wie es bisher nur mit nativen Datenbankapplikationen auf privaten Speicherorten möglich war. Es vereint die Flexibilität einer Datenbank mit der Sicherheit einer Blockchain. Zentrale und dezentrale Zusatzsysteme, Hybridlösungen, Referenzierungen oder Pseudonymisierung sind nicht mehr erforderlich“, erklärt BoneBits-Geschäftsführer Oliver Penzel.

Weitere Vorteile

Dank seiner dynamischen Eigenschaften ermöglicht „Blockchain 2.0“ durch die Backbonechain- und Limbchain-Architektur auch das Zusammenführen oder gegenseitige Referenzieren anderer Blockchainstrukturen. Auf diese Weise können Behörden oder Unternehmen dezentral vernetzt werden, verschlüsselte Daten austauschen oder diese miteinander verknüpfen. Der Speicherort kann optional heterogen lokalisiert sein, beispielsweise in einer privaten Blackbox oder öffentlich transparenten Bereichen. Das Verfahren löst zudem klassische Probleme einer „statischen“ Blockchain, wie etwa Energiebedarf, Skalierbarkeit und die unnötige Dauerspeicherung von Alt- oder Fremddaten.

Interessierte Universitäten können die Technologie über eine kostenlose Education-Lizenz unter die Lupe nehmen. Für Unternehmen und andere Anwender steht das Verfahren im Rahmen einer Early-Adopter-Lizenz zur Verfügung. Detaillierte Informationen rund um „Blockchain 2.0“ sind auf der BoneBits-Website zu finden.

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